Juniorpartner für Boromir

Endlich habe ich einen passenden jungen Esel gefunden, der zu Boromir und mir passt.

Paco

Paco ist sieben Jahre alt, fast so groß wie Boromir, aber gedrungener und kräftiger.
Er schafft locker 50 Kilo Nutzlast.
Allerdings muß er noch viel lernen und hat bisher wenig von der Welt gesehen.

Aber seine bisherige Besitzerin hat ihm ein gutes Menschenvertrauen vermittelt.
Das ist eine wichtige Basis um ihn an Autoverkehr, Übernachtung in fremden Ställen,
Autobahnunterführunge u.s.w. zu gewöhnen.

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Der älteste Baum Deutschlands–Reiseziel 2013

Nach der Tour ist vor der Tour.
Zurück aus Nordhessen sind wir seit dem 24. Juli.
Wir haben nicht nur den ältesten Baum Deutschlands besucht,
sondern auch das schönste Eselfohlen Deutschlands.

Dank an alle Menschen, bei denen wir zu Gast waren.

Schon seit einigen Jahren stand der Kellerwald auf meiner Urlaubs-Wunschliste.
2008 wurde die Region um den Edersee Weltkulturerbe. Toll, dass nicht nur von Menschen errichtete Dinge diesen Status erwerben können, sondern auch etwas das 100% Natur ist.
In verschiedenen TV-Dokumentationen war ich schon optisch eingestimmt auf diesen einmaligen Buchenwald.
Ob das eine gute Vorbereitung ist,sich vorher im Fernseher schon
einmal das anzuschauen, was mal live erleben will – na ja.
Die Wirklichkeit war dann doch noch viel spannender und interessanter als jede Doku-Sendung. 

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Vorbereitung

Das Internet spielt bei meinen Tourenplanungen eine immer größere Rolle. Den gesamten Weg, ca. 400 Kilometer, hatte ich in meinem persönlichen googlemaps vormarkiert und von 28 Übernachtungen zwanzig telefonisch vorher gebucht.

Dank googlemaps konnte ich meist der vormarkierten Route auf dem Smartphone folgen und wusste vorab genau, wie lang die jeweilige Tagestour war.

Der Weg zum Edersee

Die 140 km waren in 5 Tagen leicht zu schaffen. Nach dem zweiten Tag begann das herrliche Sommerwetter. Die Quartiere waren alle telefonisch vorbestellt, teils bei Freunden aus der Reiterszene, teils bei Gasthöfen. Übernachtet wurde im Zelt. Boro hatte entweder Stall oder Regendecke.

Wie immer marschierte mein Esel die ersten zwei Tage fast zu schnell. Offensichtlich erwartet er dann noch abends im heimischen Stall anzukommen. Am 3. und 4. Tag dann ändert sich sein Elan und es wird spätestens am 6. Tag Zeit für einen Tag ohne Weg.

Am fünften Tag durchquerten wir den Naturpark Kellerwald bei herrlichem Wetter von Süd nach Nord und erreichten den Campingplatz Asel-Süd direkt am See.

Was für ein herrliches Waldgebiet

Fünftausend Hektar  Rotbuchenforst in einer zusammenhängenden Fläche: Durch den vielen Regen im Mai und Juni war der Wald in einem satten gesunden Zustand. Kein Raupenfraß war an den Blättern zu sehen. Der Waldboden, noch regenfeucht, duftete urig und warm.
Da im Naturpark nicht gejagt wird, ist das Wild sehr zutraulich, auch das sonst scheue Rotwild.

Kellerwald – ursprünglich Köhlerwald

Dieses heute so  herrliche Waldgebiet war  im 16. Jahrhundert ein “Kahler Wald”. Beide Namensdeutungen, Köhlerwald und Kahler Wald, ergänzen sich. Zeigen Sie doch, dass vor fünfhundert Jahren dort keine herrlichen Buchenbestände mehr standen. Die Köhler hatten den Wald licht und kahl gemacht.
Zweihundert Jahre Schutz und Zeit und die Natur lässt wieder einen so herrlichen Wald wachsen. Das war ein großer Hoffnungsgedanke auf meinem Weg.
Bei aller Angst um den Erhalt der Schöpfung, die man gerade hier im Rhein-Main-Gebiet hat, ist es hoffnungsvoll dort zu erleben wie die Natur doch den längeren Atem hat.
Hier breiten sich die Wohngebiete und Straßen immer noch aus und begraben die Natur unter sich.
Dort in Nordhessen zieht sich der Mensch zurück, auch außerhalb des Naturschutzgebietes, und sofort überwindet die Natur mit sanfter Kraft die menschlichen Machwerke. Sie dazu das Bild unten.

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Ungeordnete Fotos der Sommertour 2013 findest Du unter http://sdrv.ms/17BBnfo   

Kriebelmücken und Waschbären

Fünf Tage hatte ich eingeplant, um das schöne Naturschutzgebiet zu erkunden und zu bewundern. Allerdings hatten wir zwei zuerst einmal mit einer großen und mit einer kleinen Plage zu kämpfen.
Die Waschbären waren das kleinere Problem. Die Campingplatz-betreiber hatten uns vorgewarnt. Sie kommen in der Dämmerung, sind dreist und aufdringlich und fressen alles, was nur irgendwie nach Lebensmitteln riecht.
So habe ich neben meiner Schlafmatte im Zelt meinen Wanderstock platziert, um die putzigen Plagegeister zu verscheuchen. Das war so zwei bis dreimal pro Nacht nötig. Es war schon unangenehm, aus dem Tiefschlaf heraus, einen der Burschen im Gepäck rumwühlen zu sehen.

Die Kriebelmücken ließen sich nicht so leicht vertreiben. Schon beim Weg zum Campingplatz hatten sie Boros Brust und Bauch so befallen, dass sich handgroße allergisch verhärtete Stellen bildeten.
Meine Hilfeanrufe bei naheliegenden Tierärzten brachten zwei Möglichkeiten Boro vor dieser Plage zu retten.
1. Sofort in den Stall mit Boro und am nächsten Morgen die Tour abbrechen.
2. Sofort über Nacht in den Stall, Behandlung der allergischen Stellen mit Kortison-Salbe und anschließend einfetten mit Vaseline.
Ich wählte die zweite Variante.
Die nette Familie Wilhelmi ließ Boro in ihrem Pferdestall übernachten.
Die Kortison-Salbe beruhigte die harten Stellen zwischen den Vorderbeinen und am Bauch. Am Morgen habe ich diese Stellen mit Sagrotantüchern gereinigt und mit Melkfett dick eingeschmiert. Die Ohren innen habe ich genau so behandelt.
Das Melkfett wirkte wie ein klebriger Fliegenfänger. Gegen Abend war es eine schwarze Masse, die abgewaschen werden musste.
Nach drei Tagen waren die allergischen Stellen abgeschwollen.
Die Behandlung habe ich aber noch zwei Tage weiter durchgeführt.

Bemerkenswert – die Pferde und die Esel dort litten zwar auch unter den Kriebelmücken, aber sie hatten keine allergischen Reaktionen, selbst wenn sie die ganze Nacht draußen waren.
Diese Tiere waren an die dortigen nordhessischen Kriebelmücken gewöhnt. Es soll ca. 50 verschieden lokale Unterarten dieser Plagegeister geben in Deutschland

Der Naturpark

Er ist der jüngste Nationalpark Deutschlands und deshalb wohl der modernste. Das Naturpark Zentrum sieht aus wie ein modernes Büro und passt für meinen Geschmack nicht in die Landschaft.
Aber es ist mit modernster Technik ausgerüstet, die in Film und Ton eine Fülle von hochinteressanten Informationen präsentiert.
Der Baumwipfelpfad hat mich auch begeistert. Bemerkenswert ist auch der Urwaldsteig, den man nicht unterschätzen sollte. Er ist für Radfahrer und Esel ungeeignet. 
Auf den Uferwegen rund um den See begegneten mir viele Radler, Jogger und Wanderer. Sobald ich aber etwas in die Höhe ging, war der herrliche Wald fast menschenleer. Die vielen Touristen der großen Campingplätze bleiben also am See. So konnte ich Rotwild, Rehe oder Schwarzspechte in in Ruhe beobachten.

Für Freunde alter Haustierrassen möchte ich noch Frankenau empfehlen. Dort hat ein Verein und die Naturparkverwaltung ein interessantes Arche-Projekt auf die Beine gestellt.
http://www.fuhrhalterei-finke.de/de/

Vogelsberger

Bei unserem Weg vom Edersee zur Kommunität Imshausen
http://www.kommunitaet-imshausen.de/
durchquerten wir in der zweiten Juliwoche viele schöne Wälder.
Die Bremsen waren in diesen Tagen für Boro mittags eine erneute Plage. Zur Mittagspause gingen wir trotz der Hitze deshalb lieber aufs freie Feld.

Die ökumenische Kommunität Imshausen kenne ich schon seit meiner Studentenzelt. Oft bin ich dort zu Arbeitswochen oder Einkehrtagen gewesen. Spiritualität in der abgeschiedenen Natur, das tut immer gut. Drei gesegnete Tage habe ich dort wieder erlebt.
Leider fehlt der Kommunität der Nachwuchs.

Gestaltung der Landschaft durch Baum und Strauch

Rund um den Tannenhof, den die Kommunität seit ca. vierzig Jahren bewohnt, haben die Brüder und Schwestern ihre Äcker und Wiesenflächen mit breiten Windschutzhecken und schönen Einzelbäumen den Charakter eines Parks verliehen. Das ist nicht nur schön, sondern auch ökologisch sinnvoll.

Freundschaft

Zwei Tagesetappen südlich von Imshausen erreichten wir unser Ziel.
Inzwischen war der Sommer zur Hochform aufgelaufen und Boro verlor die letzten Reste der Winterwolle am Bauch. Temperaturen über 30 Grad sind für Boro kein Problem. Das hatte er schon in Venedig und Padua bewiesen. Die Mittagspausen wurden jetzt ausgedehnt. Dafür waren wir bis abends 20 Uhr am wandern.

Die Linde von Schenklengsfeld hat mich tief beeindruckt.
Leider steht sie mitten auf dem Marktplatz des Ortes. Gerne hätte ich für eine Nacht Isomatte und Schlafsack unter ihr ausgebreitet, aber das schöne Ambiente war dafür absolut ungeeignet.
So holte ich mir im nahen Gasthof einen Krug Bier und verbrachte eine knappe Stunde unter dem Kronendach des uralten Baumes.
Normalerweise stören mich neugierige Mitmenschen nicht, die vom Anblick des Esels fasziniert immer die gleichen Fragen stellen, und fotografieren.
Aber dort wäre ich gerne für mich alleine gewesen um dem Baum in Ruhe zu zu hören.   Weisheit des Baumes 

Von dem schönsten Eselfohlen Hessens berichte ich in den nächsten Tagen.


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Boromir macht mal wieder Schlagzeilen

Unsere kleine Tour zur Burg Hohenstein im Aaretal hat uns in Verbindung mit neuen Super-Eselfreunden geführt.
Der folgende Link berichtet : http://www.wiesbadener-kurier.de/region/untertaunus/hohenstein/12866481.htm

Herzlichen Dank an Holger Wilde und Bodo Roitsch.

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Wintertour 2013 Vogelsberg

Unser Freund Werner Hund betreut die Wappentiere der “Herren von Riedesel”
auf dem Schloss Eisenbach bei Lauterbach.
Seine Einladung folgend machten wir uns am 14 Januar auf den Weg nach Nordosten.
Das Wetter war ideal, leichter Dauerfrost bei wenig Schnee.
Über den Hausberg bei Butzbach gelangten wir in die flache aber fruchtbare Wetterau.
Hier ist es nicht einfach Quartiere zu finden, denn wer durchquert eine für Wanderer eher unattraktive Landschaft schon mit seinem Pferd. Bei unseren Winter-touren sind wir aber auf Wanderreitstationen angewiesen. Gute Aufnahme fanden wir trotzdem zum Beispiel
in Hungen -Langsdorf bei Yette und Paul. IMG_20121208_170704

Wer mehr von der Strecke sehe will kann diesen Link benutzen: http://goo.gl/maps/90ryn

Im Vogelsberg-Gebiet selbst gibt es ein gut organisiertes Netz von Wanderreitstationen, die über folgenden Link erreichbar sind: http://www.reitstationen.de/
Im Winter allerdings muß man sich unbedingt telefonisch frühzeitig anmelden, denn die Stallplätze sind anders als im Sommer alle belegt. Aber findige Gastgeber bastelten immer noch ein Plätzchen für Boromir.
Am Freitag den 18 Februar erreichten wir Schloss Eisenbach.

Das Treffen mit unserem Freund und Alpenüberquerer Jo Hermanns bei Gedern und seinem Esel Tosca war ein weiteres Highlight des Rückweges.
Bei ihm haben wir auch das Blitzeis gut überstanden.
Die längste Tagesstrecke hatten wir auf dem Rückweg durch die Wetterau.
Von Orlitzhöfe bis Wölfersheim – Sölden sind es 25 Kilometer.
In der Abenddämmerung durchquerten wir die flachen Felder zwischen Echzell und Wölfersheim. 38 Rehe, viele Hasen und große Schwärme Wildgänse bereicherten die langweilige Landschaft.
Eine neue Wanderreitstation wird in Wölfersheim durch Familie Zimmermann aufgebaut. Das ist prima wenn man mit Pferd oder Esel vom Taunus in den Vogelsberg oder die Rhön wandern möchte. Telefon: 06036-6167

Bilder von der Tour: http://sdrv.ms/12nQpps

Boromir wartet geduldig am Hausbergturm

Planung und Navigation
dazu gibt es jetzt eine eigene Seite,siehe oben.

 

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Vogesen-Hoehenweg Sommer 2012

Ein Monat wunderschönes Eseltrekking in den Vogesen und zurück nach Eschbach liegen hinter uns. Es war recht anstrengend aber lohnend.
Höhepunkt war nicht der höchste Gipfel der Vogesen, sondern das „Deutsche Eseltreffen 2012“ in Forst bei Bruchsal.

Der Weg – Belfort im südlichen Elsass bis Usingen-Eschbach,
ca 500 Kilometer.

Strecke Belfort bis Usinge-Eschbach

Start war am 19. Juli zwischen Belfort und Thann.
Richtung Norden folgten wir meist dem GR 53.

  • Höhepunkte waren der Grand Ballon, Hoheneck, und das Kloster Le Mont Saint Odile.
  • Der Besuch des Steintales mit dem Museum über Pfarrer Johann Friedrich Oberlin
    war ebenfalls ein ideeller Höhepunkt der Reise.
    Mit großer Freundlichkeit wurden wir von dem Museumsteam aufgenommen.
    Ein ganzes Wochenende konnten wir den geistliche Spuren des Sozialreformers und Pädagogik-Pioniers Oberlin folgen.
  • Bei Schirmeck verleißen wir die GR 53 und folgten dem Lauf der Brache bis Straßburg.
    Hier überquerten wir den Rhein. Nach einem Ruhe-Sonntag, 12.August, ging es in der Rheinebene weiter Richtung Norden.
  • Am 16. August kamen wir in Forst auf dem Gelände des Reitervereins an.
    Dort erlebte ich zum ersten mal ein großes Eseltreffe. Es war toll, viele nette Menschen in gemütlich entspannter Stimmung haben uns aufgenommen.
    Die schönen Großesel und Maultiere faszinierten mich sehr:
    Wertvolle Informationen und neue Bekanntschften wurden geknüpft.
  • Nach Forst ging es weiter Rhein abwärts. In Worms und Mainz wechselten wir jeweils die Rheinseite um gute Freunde unterwegs zu besuchen.
    Menschen aus der Reiterszene halfen uns mit großer Gasfreundschaft, vielen Dank.
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Die Seele geht zu Fuß.

Rückschau nach 2 Monaten Alltag.

Liebe Freunde,
die drei Monate Studienurlaub im Sommer 2011 waren für mich ein Geschenk des Himmels. Von den vielen Eindrücken und Erlebnissen möchte ich drei Aspekte besonders erwähnen.

Große Gastfreundschaft

„Wo und wie habt ihr übernachtet“?
So sind wir zuhause oft gefragt worden.
Für die neunzig Tage waren nur elf Quartiere vorab reserviert worden, hauptsächlich in Franziskanerklöster. Für die anderen Nächte hofften Boromir und ich auf die Gastfreundschaft der Menschen unterwegs.
spontane Gastfreundschaft im ValsuganaDieses Vertrauen wurde reichlich belohnt. Oft wurden wir spontan zur Übernachtung eingeladen, ohne überhaupt danach zu fragen.

Besonders Menschen, die selbst Esel oder Pferde halten, luden uns zu sich ein.
Es war ein tolles Gefühl morgens los zu gehen mit der Vorfreude und Neugier auf liebe Menschen, bei denen wir abends zu Gast sein würden.
Auf früheren Wanderungen ohne Esel erlebte ich zwar auch manche freund-liche Aufnahme. Aber im Vergleich
zu meinem diesjährigen Studienurlaub, muss ich Boromir danken. Von den Sympathien, die er bei Menschen spontan weckte, profitierte ich sehr.

Die Seele geht zu Fuß

Zu Fuß unterwegs sein, ist einfach wohltuend für Körper, Geist und Seele.
Das spürte ich einige Tage nach meiner

Rückkehr bei der ersten langen Auto-fahrt. Der Esel als Begleiter, mit dem man nicht schnell mal umsteigen kann, verstärkt die Entschleunigung zusätzlich. Es geht alles nur in über-schaubaren Tagesetappen von ca. 30km.
So haben wir uns die schöne Alpen-landschaft erwandert. Der Weg war lang, (1500km) aber nie hatte ich das Gefühl von Eile, Hast oder Termin-druck. Besonders schön für den Menschen, dass Lasttiere Ruhetage brauchen. Neunzehn Tage, meist Sonntage, haben wir wohlverdiente Ruhe genossen. Auch drei Regentage waren auf ihre Art schön. Nie hatte ich in den letzten Jahren mehr Zeit in mich zu gehen, als an den Regentagen.

Mensch und Tier, Bruder und Schwester

Tierfreund bin ich schon immer gewesen. Als Kind verbrachte ich viel Zeit in den Stallungen unseres kleinen Hofes. Allerdings war mein Verhältnis zu Tieren doch geprägt von bäuerlichem Pragmatismus.

zwei die Verständnis füreinander habenJetzt, nach den Erfahrungen des Studienurlaubes möchte ich mehr sein als ein Tierfreund, denn Tiere geben uns ein Stück vom Paradies zurück. Obwohl ich mit Boromir in Vorbereitung auf unsere großen Pilgerweg schon ca. 1000 km in drei Abschnitten unterwegs war, richtig nahe gekommen sind wir uns erst im Sommer beim tagtäglichen Gehen über drei Monate.
Einen neuen Namen habe ich ihm insgeheim gegeben. „Mahatma“, das heißt „Große Seele“. Diese Erfahrung ist schwer zu beschreiben. Tiere brauchen dazu keine Worte, um sich uns mitzuteilen als unsere Seelenverwandten.
Beeindruckt war ich auch unterwegs

von Menschen, die eine geheimnisvolle innere Verbindung zu ihren Haustieren hatten. Sie leben mit ihren Eseln, Pferden, Stieren oder Rehen wie mit Bruder und Schwester.
So ein Mensch war auch Franziskus.

Gott ist auch unterwegs

Als vierten Aspekt möchte ich die religiösen Erfahrungen und Erlebnisse kurz ansprechen. Mir ist tagtäglich klar geworden, warum Jesus ohne festen Wohnsitz durch seine Heimat zog und warum Franziskus von seinen Ordensbrüdern das Unterwegssein verlangt. Täglich bin ich mit Menschen über Gott ins Gespräch gekommen. Wiederholt wurde ich gebeten für meine Gastgeber zu beten.
Einmal durfte ich die schöne Bitte, das Haus meiner Gastgeberin zu
segnen, erfüllen, und das als „Predte protestante“ im katholischen Italien.
Immer lernte ich von meinen Gesprächspartnern, dass der Weg zu Gott sehr persönlich und sehr verschieden ist.

In Südtirol feierte ich mit einer Bauernfamilie das Fest „Maria Himmelfahrt“
in der Dorfkirche. Danach war Boromir geschmückt mit Wildblumen aus den Bergen.

Das Gespräch über Gott, Glaubensprobleme und über die Kirche war immer direkt und sehr persönlich.
Denn ich war ja nicht der Herr Pastor, sondern der „Mann mit dem Esel“.

Über diese Erfahrungen werde ich in zukünftigen Gottesdiensten noch viel
zu erzählen haben. H.B.

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Jeden Tag ein neuer Engel…….

Ende September sind wir wohlbehalten und glücklich von unserer langen Pilgerreise zurückgekommen.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Hinter uns liegen 1500 Kilometer und viele schöne Erlebnisse. Meine Vorfreude auf den Studienurlaub war groß.
Was wir erlebt haben war noch schöner und größer als erwartet. Es sind die Begegnungen mit überaus gastfreundlichen interessanten Menschen, die im Titel der Seite angesprochen werden. Darüber möchte ich gesondert berichten.

Von München nach Venedig:

am 22.Juni empfingen wir vor den Toren des Franziskanerklosters St.Anna in Münden den Reisesegen. Den Inn aufwärts pilgerten wir nach Süden.
Venedig erreichten wir 35 Tage später. Alpenraum

Unterwegs waren wir zu Gast bei sieben Franziskanerklöstern und einem Kappuzinerkloster und einem Clarissenkonvent.

Die wichtigsten Stationen auf dem Weg nach Süden:

Bad Tölz, Innsbruck, Brixen, Bozen, Kaltern, Neumark, Pergine, Bassano di Grappa, Mestre, Venedig.

Vom Süden nach Norden – Padua bis Donauwörth.

Auf dem Rückweg haben wir uns etwas mehr Zeit genommen.
Am 22. September trafen wir uns mit dem Pferdetaxi 10 Kilometer nördlich von Donauwörth. Von Polverano, einer Kleinstadt südlich Padua folgten wir zuerst dem Brenta-Radweg bis Basano di Grappa. Dann pilgerten wir die antike Via Claudia Augusta bis an die Donau.

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Link zu einigen Bildern der Pilgerreise:

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Vieles ginge besser, wenn man mehr ginge

Lustwandeln

J.G.Seume 1805 über das Gehen

Wer geht, sieht im Durchschnitt anthropologisch und kosmisch mehr, als wer fährt…

Ich halte den Gang für das Ehrenvollste und Selbständigste in dem Manne, und bin der Meinung, daß alles besser gehen würde, wenn man mehr ginge. Man kann fast überall bloß deßwegen nicht recht auf die Beine kommen und auf den Beinen bleiben, weil man zuviel fährt.
Wer zuviel in dem Wagen sitzt, mit dem kann es nicht ordentlich gehen.
Das Gefühl dieser Wahrheit scheint unaustilgbar zu seyn. Wenn die Maschine
stecken bleibt, sagt man doch noch immer, als ob man recht sehr thätig dabei
wäre: Es will nicht gehen…Wo alles zuviel fährt, geht alles sehr schlecht:
man sehe sich nur um! So wie man im Wagen sitzt, hat man sich sogleich einige
Grade von der ursprünglichen Humanität entfernt. Man kann niemand mehr fest und
rein ins Angesicht sehen, wie man soll: man thut nothwendig zuviel oder
zuwenig. Fahren zeigt Ohnmacht, Gehen Kraft. Schon deßwegen wünschte ich nur
selten zu fahren, und weil ich aus dem Wagen keinem Armen so bequem und
freundlich einen Groschen geben kann. Wenn ich nicht mehr zuweilen einem Armen
einen Groschen geben kann, so lasse mich das Schicksal nicht länger leben!

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Winter-Trekkingtour 2011

Wir sind am Montag den 24. Januar zuhause, Usingen-Eschbach gestartet.
Unser Ziel die Fuchskaute, der höchste Berg im hohen Westerwald,
haben wir nach vier Tagen erreicht.
Heute Abend, 3.Februar 2011, sind wir wohlbehalten zurück gekommen.
Insgesamt haben wir eine Strecke von 200 Km zurückgelegt.
Denn außer dem höchsten Berg des Westerwaldes haben wir auf dem Rückweg noch den höchsten Berg im Taunus besucht.

Hier zwei Bilder der Tour:
Unser erstes Ziel, die höchste Erhebung des Westerwaldes, die Fuchskaute.

Am Kleinen Feldberg im Taunus, eine unverhoffte Zwischenmahlzeit.
Schöne Überraschung auf dem Weg.

Hier unsere Planung, die lila Sticks sind unserer Quartiere:   Earth-Uebersicht

 Zum Fotoalbum:
http://cid-d4c2a2d79e0a84d1.photos.live.com/browse.aspx/Wintertour%20Januar-Februar%202011

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Tourenbericht Vogelsberg 2010

Start am 31. Mai gegen 12:00 in Wölfersheim-Wohnbach, >> Hungen >> Laubach Zelt-Übernachtung im Laubacher Wald

1.Juni >> Freienseen. Ein neues Halfter und Sattelgurtschlauch für das Hintergeschirr eingekauft >> Großfelda Zelt-Übernachtung auf einer Anhöhe vor Großfelda

2.Juni >> Alsfeld erreichen wir gegen 15 Uhr >> Lingelbach östlich von Alsfeld Übernachtung bei Wanderreitstation Gasthof Gemmer, Haflingerzucht

3. Juni >> Burg Herzberg >> Niederjossa, Unterquerung A7 und der Schnellbahntrasse >> Richtung Bad Hersfeld; Zeltübernachtung im Fuldatal bei Kerspenhausen

4. Juni >> Bad Hersfeld – Mittagspause am Markt. Vergebliche Suche nach einem Zahnarzt, ein neuer Gaskocher muß gekauft werden. Nachmittags >> Bebra. Unterquerung der A5. Wir erreichen gegen Abend Bebra und unterqueren durch einen kleinen dunklen Tunnel die Bahn. Zelt-Übernachtung oberhalb Bebra am Waldrand.

5.Juni gegen 10 Uhr kommen wir an unserem Ziel, der Kommunität Imshausen, 5km östlich von Bebra an. Zelt-Übernachtung bei der Kommunität.
http://www.kommunitaet-imshausen.de/

Unser Lagerplatz auf der ANhöhe über dem Tannenhof6. Juni Ruhetag für Mensch und Tier, Gewitter am Abend

7. Juni Aufbruch nach Gewitternacht >> Bebra >> Bad Hersfeld. Zeltübernachtung an der Fulda nach der Autobahnunterquerung.

8. Juni >> Kohlhausen gutes Frühstück in Mengshausen, >> Radweg nach Schlitz Ankunft in Schlitz gegen 18 Uhr Übernachtung bei Eselhaltern und Menschenfreunden Sippel in Hutzdorf, 2 km vor Schlitz.

9. Juni Zahnarztbesuch in Schlitz, >> Vulkanradweg Richtung Wetteraue Übernachtung und WM-Spiele bei Hermannshain

10. Juni >> Lauterbach (Ein geplanter Abstecher zum Hoherodskopf ist zu viel für Boromirs Hufe) Nachmittags heftiges Gewitter in Angersbach >> Übernachtung in Wanderreiterstation Jägerhof in Maar bei Lauterbach. Treffen mit Esel- und Menschenfreund Werner Hund.

11. Juni zurück nach Lauterbach >> Schloss Eisenbach, Mittagspause bei den Riedeseln
am Schloss. Nachmittags haben wir Begleitung von Werner Hund und seine beiden
Eseln auf dem halben Weg bis Herbstein.
Übernachtung in Herbstein in der Reitanlage des Vereins.

12. Juni >> Hirzenhain. Zeltübernachtung am Waldrand.
Nachts Probleme mit Wildschweinen.

13. Juni >> Gedern – Mittagspause und Sommerhaarschnitt in Gedern.
Bei Glauberg verlassen wir den schönen Vulkan-Radweg. Autobahnunterquerung bei Stade, Ortsteil von Florstadt.
Zelt-Übernachtung am Sauerbrunnen. WM-Spiel Deutschland Australien im Sportlerheim.

14. Juni >> Friedberg >> Bad Nauheim >> Obermörlen.
Zeltübernachtung auf dem Reitplatz des Vereins

https://skydrive.live.com/?cid=d4c2a2d79e0a84d1&sc=photos&id=D4C2A2D79E0A84D1%21114

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